Sam Bennet

Sam Bennet ist ein Pseudonym allerdings in Anlehnung an ihren richtigen Namen und wurde im Winter geboren. Sie kommt aus der schwäbischen Provinz und jetzt lebt sie in einem Dorf auf der Ostalb.
Hier mein Interview mit Ihr
In welchem Alter bist du zum Schreiben gekommen und was hat dich dazu bewogen, und erinnerst du dich noch an deinen ersten Versuch?
Da bediene ich jetzt einfach mal das Klischee – seit ich die Buchstaben zu sinnvollen Sätzen formulieren konnte. Leider war/ist meine Rechtschreibung immer schon der    blanke Horror. (An dieser Stelle einen lieben Gruß an mein Korrektorat, ohne das ich kaum auskomme).
In den Diktaten war oft die rote Tinte das Einzige, dass man entziffern konnte und die große Sechs, die immer darunter stand, zeigte mir deutlich meine Schwächen. Also musste ich das ausgleichen und konnte meine Lehrer mit meinen fantasievollen Geschichten und gut ausgearbeiteten Referaten, und vor allem meinem großen Mundwerk überzeugen – auch im Gedicht auswendig lernen und rezitieren war ich ein Ass!
So richtig zu schreiben angefangen habe ich vor gut 14 Jahren und vor 5 Jahren habe ich die ersten kleinen Geschichten im Internet veröffentlicht. Fanfiktion war eine gute Schreibschule für mich.
Wie bzw. wo schreibst du am liebsten (brauchst du vlt. eine spezielle Musik zum Schreiben oder eine gewisse Position oder andere gewisse Utensilien um ins Schreibfeeling zu kommen?
Früher hatte ich keinen speziellen Platz, aber seit einiger Zeit habe ich ein wunderschönes Schreibzimmer mit Blick in meinen Garten und auf die uralte Eiche, die darin steht und mich absolut aufs Schreiben einstimmt. Hier steht getrockneter Lavendel, manchmal zünde ich ein Räucherstäbchen an, Kerzenlicht und gute Düfte dürfen einfach nicht fehlen.
Die Musik ist sehr ausschlaggebend und in jedem Fall die größte Quelle meiner Inspiration. Die Jungs von Kings of Leon oder 30 Second to Mars helfen, mich auf manche Szenen einzustellen, meist höre ich jedoch klassische Musik oder Filmmusik.
Was entsteht zuerst? Der Titel und die Geschichte oder erst die Charaktere? Bzw. arbeitest du mit einem sogenannten Plot?
Keine Ahnung. Ich habe die Schreiberei nicht gelernt und schreibe meist aus dem Bauch heraus. Die Idee drängt nach draußen, dann habe ich die Protagonisten vor Augen, schreibe den ungefähren Plot auf, denke mir Namen aus und stelle Recherchen an. Den Arbeitstitel habe ich in der Regel noch bevor ich den Namen der Protas habe. Aber bei „Aufs Leben …“, wo der Arbeitstitel nicht frei war, musste ich im Nachhinein einen passenden Titel überlegen.
Warum schreibst du in diesem Genre und willst du vlt. auch mal etwas anderes probieren?
Ich schreibe was mich bewegt und reizt. Dabei kommt halt beim einem Mal ein erotisches Drama dabei raus, beim anderen ein erotischer Thriller. Ich finde Sex gehört in eine gute Geschichte, weshalb – egal in welchem Genre ich schreiben werde – es immer auch erotisch zu gehen wird.
Passiert es dir während des Schreibens, dass du z.B. aus der Dusche springst, weil du eine Idee hast?
JA! Oder ich bin auf Arbeit und muss den Gedanken schnell festhalten. Auch beim Einkaufen passierte es mir schon, dass ich nen guten Einfall hatte und ihn kurzerhand in mein Handy sprach. Man erntet zumindest witzige Gesichtsausdrücke seiner Mitmenschen!
Was sind so Anekdoten, die dir während des Schreibens passiert sind, weil du voll im Roman gesteckt hast?
Ich habe schon des Öfteren einfach die Zeit vergessen und meinen Mann nicht rechtzeitig von der Arbeit abgeholt und ganz oft schon Termine verpasst.
Verlässt du dich beim Schreiben auf die automatische Korrektur? Bzw. mit welchem Programm schreibst du?
Ich schreibe zurzeit mit Open Office und habe natürlich ein Duden-Rechtschreibprogramm, auf das ich mich verlasse, arbeite ansonsten mit Beta-Lesern, die mir helfen meine vielen Fehler zu beseitigen.
Bist du auch der Technik zum Opfer gefallen und schreibst ausschließlich am PC bzw. Tablet?
Ganz früher habe ich auf einer alten Schreibmaschine geschrieben, aber seit der Anschaffung des ersten PCs im Jahre 2000, schreibe ich nur noch in den Rechner/Laptop.
Wie vereinbart man den normalen Beruf/Familie und das Autorendasein? Bzw. ist es geplant, irgendwann als Vollzeitautor zu schreiben?
Ja das ist mal eine sehr interessante Frage! Ich habe das Glück nicht Vollzeit arbeiten zu müssen. So bleibt für meine Passion immer die Zeit, die ich haben möchte. Klar musste meine Familie mich oft mit dem Laptop teilen, habe jedoch gerade in meinen Töchtern meine größten Fans und Befürworter. Für meinen Mann war, bzw. ist meine Schreiberei ein zweischneidiges Schwert. Er ist natürlich sehr stolz auf das, was ich bereits erreicht habe und hält mir, so wie er kann den Rücken frei. Doch oft gab es auch lange Diskussionen über die Anzahl der Stunden, die ich in so mancher Nacht geschrieben oder nicht geschlafen habe. Irgendwann hatte es mir das Immunsystem zusammengehagelt, weil ich dachte, das 3-4 Stunden Schlaf völlig ausreichend sein müssten.
Und da zog ich dann auf jeden Fall eine Grenze. Meine Familie und meine Gesundheit dürfen nicht unter meinem Wunsch zu schreiben leiden. Also reduzierte ich meinen gelebten Egoismus auf ein Maß, womit wir alle gut leben können.
Vollzeitautor … hm? Natürlich würde ich gerne mehr Tage zum Schreiben haben, befürchte aber den Boden unter den Füßen zu verlieren. Von Natur aus bin ich ein sehr geselliger und vor allem neugieriger Mensch, mich nur in mein Schreibzimmer zu verkriechen ist glaub nicht ganz meine Welt. Ohne das Schreiben würde ich verrückt werden – aber nichts anderes mehr zu tun … hm, weiß nicht, ich glaube, dann wäre ich nicht mehr ich?!
Was macht ein Autor, wenn er nicht schreibt, in der Freizeit?
Oh ich mache echt so einiges! Ich werkle gerne in meinem Garten, lese ziemlich viel! Und ich gehe gern mit meinen Freunden weg, oder laufe oft stundenlang (auch mal alleine zum Nachdenken) durch den Wald, erklimme Gipfel und treibe mich regelmäßig in der Sauna herum.
Liest du nur Bücher des eigenen Genres ? Und welches ist dein Lieblingsbuch?
Nein ich lese eigentlich nicht nur in meinem Genre. Klar bevorzuge ich eher Dramen und Thriller, aber ab und zu darf es auch eine schöne Liebesgeschichte sein – aber dann bitte um Himmelswillen keine rosa-hellblaue Schnulze, wo nach 10 Seiten klar ist, wie das voller Geigen hängende Happy End aussieht. Und mein Herz gehört eindeutig den düsteren Geschichten Stephen Kings! Dabei ist es egal, ob es nur einer seiner Mysterythriller oder ein richtig grusliger Horrorschocker aus des Meisters Feder ist, er polarisiert fast immer. Entweder ich könnte den Mann für seine Kunst knutschen oder ihm den Hals umdrehen, wenn er z.B. meinen Lieblingsprotagonisten tötet. Seine Geschichten gehen meist schlecht aus, irgendwie verhunzt er die Enden seiner Geschichten, aber ich glaub, das muss so sein!
Nur ein Lieblingsbuch habe ich gar nicht. Wie viel Platz zum Aufzählen gibst du mir? Lach
Was bevorzugst du, ein richtiges Taschenbuch oder E-Books?
Tatsächlich bin ich altmodisch und steh auf die Holzausgabe 😉 Aber natürlich habe ich meinen Kindle Paperwhite voll mit guten Geschichten. Für unterwegs und in der Sauna (wo ich die meiste Zeit zum Lesen habe) finde ich einen Reader sehr praktisch!
Ist geplant, irgendwann für einen Verlag zu schreiben?
So Gott will … ich wäre sehr dankbar, wenn ein richtig guter Verlag das Risiko mit mir eingehen würde. Bisher sieht es aber nicht danach aus.

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